Reisebericht über Frühlings Sprachcamps

In den Osterferien Spaß am Englischsprechen zurückgewonnen

Wir fanden das immer schön zu sehen, dass Lina stets mit einem freudigen Gesicht nach Hause kam, wenn sie in der Schule Englischstunden hatte. Seit geraumer Zeit aber hatte sich die Freude ins Gegenteil verwandelt. Zwar sei sie immer noch recht gut im Bewältigen der Arbeitsaufgaben. Die Aufgaben an sich aber sind das große Problem. Vor einem knappen halben Jahr kam sie zu uns und meinte, dass man kaum noch etwas Neues lernen würde. Am Anfang sei das viel besser gewesen, stets gab es etwas Neues zu entdecken. Da hätten sie sich auch noch mit Spielen und ähnlich spannenden Sachen einzelnen Themen genähert. Nun aber ginge es nur noch darum, stur die Aufgaben im Lehrbuch zu lösen. Die Kids kommen so doch gar nicht richtig ins Gespräch. Da mein Mann selbst Lehrer ist, wenn auch für andere Fächer, war uns gleich klar, dass wir dem irgendwie entgegensteuern mussten. Vokabeln, Grammatik und Co. Sind ja schön und gut. Wenn man aber als Sprachlernender keinen Alltagsgebrauch übt, wird vieles schnell trocken und man verliert die Lust, so wie es bei Lina ja auch gekommen ist. Dank der Sprachreise von Speaktravel haben wir dem Trend entgegensteuern können. Lina geht jetzt wieder mit Spaß und Freude an die Sache heran und auch wenn sie nach wie vor das bloße Lektionenabarbeiten in der Schule öde findet, freut sie sich jetzt wieder etwas mehr, in die Englischstunden zu gehen.

Was vor Ort angeboten wurde

Die Reise beinhaltete eine Woche Aufenthalt im brandenburgischen Tangersdorf (gute eineinhalb Autostunden von Berlin entfernt), eine gepflegte Unterkunft, Vollverpflegung, Betreuung und viele Programminhalte. Der Preis beläuft sich auf € 295 (fairer Preis oder nicht!?). Zum Programmkern gehört die spielerisch geprägte Verbesserung der Englischsprachkenntnisse aller Teilnehmer. Spielerisch, weil es zum einen vor Ort keine Noten gibt und zum anderen, weil eben nicht an Lehrbüchern, sondern mit Spielen und Zeitschriften gelernt wird. Dafür steht im Camp ein Lehrraum zur Verfügung. Lina hat aber auch erzählt, dass sie sich dort an den meisten Tagen nicht länger als 2 Stunden aufgehalten haben. Stattdessen waren sie viel draußen, haben Waldwanderungen gemacht, sich im Camp bewegt und abwechslungsreiche Sprachspiele gemacht. Sehr eindrucksvoll finde ich, dass sie sich bei vielen Freizeitaktivitäten auf Englisch unterhalten haben. Die Betreuer und Lehrer haben dazu animiert, gezwungen wurde aber niemand. Gemeinsam mit ihren zwei neuen Freundinnen fand sie es aber klasse, sich über die banalsten Sachen, wie „See, there is a bird in the sky“, zu unterhalten.

Warum sich Sprachreisen aus meiner Sicht lohnen

Es gibt mehrere Gründe dafür, warum ich eine solche Reise allen Eltern ans Herz legen möchte. Die Lehrer vor Ort sind perfekt ausgebildet und nehmen sich die Zeit, jedem Kind Beachtung zu widmen und es auf wiederkehrende Fehler hinzuweisen. Der Austausch untereinander verbessert auch und ist in einer derart befreiten Situation sehr förderlich. Man braucht auch nicht denken, dass in einem Sprachcamp nur gelernt wird. Lina hat in der einen Woche einen Ausflug zum Kegeln gemacht, einen Lagerfeuerabend mit anschließender Nachtwanderung, ein Tischtennisturnier, eine Bogenschießentraining, eine Schnitzeljagd und einen kompletten Tag mit Zirkusdisziplinen verbracht. Bei letzterem hat es ihr vor allem der Seiltanz angetan. Nach anfänglichen Problemen bekam sie ein immer besseres Balancegefühl und möchte das nun öfter machen. Eingangs habe ich auch schon erwähnt, was unsere Intention für die Reise war und wie das Resultat aussieht. Ich finde das persönlich sehr wichtig, dass Kinder nicht das Interesse an Fremdsprachen verlieren. Sie werden doch im heutigen Berufsalltag immer wichtiger. Ich wäre froh gewesen, wenn in meiner Jugendzeit Sprachcamps in Deutschland in ähnlicher Breite angeboten worden wären. P.S. Zu erwähnen ist noch, dass auf Vegetarier Rücksicht genommen wird, die Betreuer sehr freundlich sind, man die An- und Abreise aber selbst organisieren muss. Es gibt da wohl die Möglichkeit, das über den Veranstalter z machen. Es kostet aber wohl einen mir nicht bekannten Aufpreis.

sprachcamps  
Sprachcamps 4.5 von 5 Sterne basierend aus 764 Bewertungen und 764 Meinungen.