Lernen mit Entspannung

Nicht nur mit Bewegung kann einem das Lernen leichter fallen. Das gleiche gilt auch für die Entspannung. Denn wer entspannt ist, lernt leichter. Vielleicht kennt ihr das von euren Lieblingsfächern. Wer gerne Englisch macht, dem gelingt das Auswendiglernen von Grammatikregeln oder Vokabeln viel schneller. Steht eine Klassenarbeit oder ein Referat an, sind diese Kinder total locker und entspannt, schauen sich die zu lernenden Themen noch einmal ganz in Ruhe an und erklären vielleicht noch einige Dinge den Mitschülern, die mit Englisch eher wenig anfangen können. Doch auch diese Schüler haben häufig eines oder mehrere Fächer, die ihnen nun so gar nicht liegen. Da kommt es dann ab und an einmal zu Denkblockaden, denn unter Druck lernt es sich denkbar schlecht. Da hilft dann etwas Entspannung!

Wie die Entspannung auf den Körper wirkt

Ist der Körper entspannt, liegt der Adrenalinspiegel niedrig. Dann kann das Gehirn mit seinen Synapsen richtig arbeiten und Höchstleistungen erbringen: Gespeicherte Informationen können abgerufen, Verknüpfungen hergestellt und neues Wissen aufgenommen werden. Außerdem kann sich ein entspannter Mensch besser auf eine Aufgabe konzentrieren. Wie auch bei der Bewegung werden durch die Entspannung beide Gehirnhälften aktiviert und die Wahrnehmung geschärft. Wie kann nun dieser Zustand erreicht werden, um Körper und Geist optimal auf das Lernen vorzubereiten? Natürlich gibt es da einige Entspannungsübungen, die einem dabei helfen können. Am besten werden sie durchgeführt, wenn man mit dem Lernen beginnen möchte, aber einem noch vieles andere durch den Kopf geht. Oder aber man steckt mitten in einer intensiven Lernphase und möchte sich in einer Pause dazwischen neben Bewegung auch etwas Entspannung gönnen.

Einige Anregungen zur Entspannung

Eine typische Übung ist es für eine bis drei Minuten sich irgendwo hinzusetzen und an nichts zu denken. Da einem das bekanntermaßen zunächst relativ schwerfällt, ist es leichter mit geschlossenen Augen an eine Farbe oder eine entspannende Umgebung wie einen Waldweg oder einen Strand an der Ostsee zu denken und ihn sich mit allen Sinnen vorzustellen. Auch sehr beruhigend ist es, sich für eine Weile ausschließlich auf seine Atmung zu konzentrieren. Ihr atmet bewusst tief in den Bauch hinein und nach ein paar Sekunden langsam durch den Mund wieder aus. Wer möchte, kann dabei auch die Augen schließen oder in Gedanken seinen Atem in die unterschiedlichen Körperteile fließen zu lassen. Das Ausmalen von Mandalas kann ebenfalls zur Entspannung eingesetzt werden. Im Hintergrund kann dazu ruhige Musik laufen. Eine besondere Art der Entspannung ist die progressive Muskelentspannung. Dabei spannt man bewusst bestimmte Muskeln in einer gewissen Reihenfolge an, zum Beispiel die Hand zur Faust geballt oder die Waden angespannt. Diese Spannung wird für kurze Zeit gehalten und dann werden die Muskeln wieder entspannt. Dadurch soll die natürlich Muskelspannung gesenkt und die Körperwahrnehmung verbessert werden. Sicher findet ihr eine gute Möglichkeit wie ihr euch in angespannten Phasen am besten entspannen könnt.

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