Kinder müssen eigene Erfahrungen sammeln

Unter welchen Bedingungen Kinder aufwachsen, hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Viele digitale Medien, weniger Raum sich ausgiebig zu bewegen und kaum Möglichkeiten seine Kreativität einzusetzen und zu entfalten. Damit sich die Kinder dennoch körperlich und geistig gut entwickeln können, sollten sie in jungen Jahren viele Erfahrungen sammeln, die sich in vielerlei Hinsicht positiv auswirken. Da gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Schauen wir uns ein paar davon an!

Freizeit, Hobby und Verein

Ein Hobby zu haben, wirkt sich für Kinder positiv auf den Lernerfolg aus. Egal, ob es Dinge sammelt, handwerklich aktiv ist, einen Sport ausübt oder ein Musikinstrument spielt; sie brauchen Konzentration, Sorgfalt sowie Ausdauer und werden in ihrem Selbstvertrauen sowie ihrer Selbstständigkeit gefördert. Die Kinder werden Experten auf einem Gebiet und haben einen Ausgleich zum Lernen in der Schule. Haben die Kinder noch kein Hobby oder sind auf der Suche nach einem passenden, können Eltern durch eigene Hobbys Vorbild sein oder den Kinder viele Anregungen geben, damit die Entscheidung leichter fällt. Eine gute Idee ist es auch in einem Verein aktiv zu werden. Neben Sportvereinen gibt es da noch viele weitere wie Pfadfinder, Hilfsorganisationen, Naturschutzverbände, die zahlreiche Angebote und Gruppen für junge Mitglieder bieten. Nichtsdestotrotz brauchen Kinder aber auch Freizeit, die nicht mit Kursen für Sport, Musik oder Nachhilfe verplant ist. Zwei oder drei Nachmittage in der Woche sollte das Kind „frei“ haben. Gut geeignet sind auch die Ferien, die nicht in einem Hotel oder Club verbracht werden müssen, der rund um die Uhr Bespaßung bietet, sondern vielmehr Gelegenheit zur eigenständigen Erkundung der Umgebung bereithält und die Kinder kleine Abenteuer erleben lässt.

Natur, Umwelt und Sinne

Sich in der Natur zurechtzufinden, lernen Kinder meist nur bei Naturerkundungen in der Kita oder im Sachkundeunterricht in der Schule, vor allem, wenn sie in der Stadt wohnen. Denn die Fähigkeit Tiere und Pflanzen bestimmen zu können, haben heute nur noch wenige Erwachsene. Daher sollten Spaziergänge in freier Natur am besten mit Bestimmungsbuch und Fotoapparat oder Skizzenblock zu einer regelmäßigen Freizeitaktivität gehören. So kann auch das Bewusstsein für den Erhalt und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt geweckt und erhalten werden. Denn gerade kleine Kinder sind für dieses Thema besonders empfänglich. Dies betrifft natürlich auch die Eltern, deren Vorbildwirkung gefragt ist, wenn es dann um Themen wie Mülltrennung und Recycling, Strom- und Wassersparen sowie gesunde Ernährung geht.

Langeweile, Kreativität und Ziele setzen

Phasen der Langeweile sind wichtig für Kinder, denn dadurch wird ihre Kreativität angeregt. Wissen sie nicht, was sie spielen oder unternehmen sollen, bringt sie der Anblick eines Gegenstandes oder eines Bildes vielleicht auf eine Idee, die eine stundenlange, konzentrierte Beschäftigung nach sich zieht. Außerdem lernen sie dadurch Probleme selber zu lösen. Anstatt sich immer gleich an einen Erwachsenen zu wenden, wenn ihnen mal nicht sofort eine Lösung einfällt. Auch sollten Kinder lernen sich selber Ziele zu setzen, sei es in der Schule eine bessere Note zu erreichen, ein Instrument zu erlernen, um damit beim Schulorchester mitmachen zu können, eine Fremdsprache zu lernen oder mit ihrem Taschengeld auf eine bestimmte Anschaffung zu sparen. Für das Erreichen dieser Ziele müssen sie Ausdauer aufbringen, die ihnen auch zeigt, dass nicht immer alles von jetzt auf gleich umsetzbar ist.

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