Ist Schule ohne Noten besser?

Für die meisten Schüler ist es selbstverständlich für ihre Leistungen in der Schule Noten zu bekommen. Doch ist das eigentlich förderlich für die Kinder? Das starre Notensystem mit dem Schüler innerhalb einer Klasse miteinander verglichen werden, ist vom Grunde her schon mal wenig differenziert und schon gar nicht objektiv. Meist erinnern sich die Schüler noch lange an eine schlechte Note.

Weshalb sie diese bekommen haben, also für welche Inhalte und Themen der Klassenarbeit, vergessen sie dagegen recht schnell. Besser wären dagegen Bewertungen individuell für jedes Kind, da es so ein besseres Feedback auf seine Leistungen erhält.

Selbe Leistung, verschiedene Bewertungen

In einer Studie wurden einmal zahlreichen Lehrern dieselbe Mathearbeit und derselbe Aufsatz in Deutsch zur Korrektur vorgelegt. Diese erhielten Noten zwischen eins und fünf. So viel zu einer objektiven Bewertung. Wenn man bedenkt, dass diese Noten zunächst die Zeugnisnoten bilden und später für die Schullaufbahn und Ausbildung ausschlaggebend sind, kommt man schnell ins Grübeln, ob Noten wirklich so eine gute Idee zur Bewertung sind. Schließlich bilden die Noten innerhalb einer Klasse eine Streuung, die sich mit der mathematischen Formel der Gauß’schen Normalverteilung beschreiben lässt. Auf diese Weise können sie niemals objektiv sein.

Noten beeinträchtigen die Motivation

Kinder, die gerade mit der Schule beginnen, haben oftmals großen Spaß am Lernen und sind sehr wissbegierig. In den ersten Schuljahren gibt es in vielen Schulen auch noch keine Noten, weshalb Rückmeldungen an die Schüler oft in Form von mündlichen oder schriftlichen Einschätzungen erfolgen. Gibt es dann später nur noch Noten, lässt die Motivation vieler Schüler drastisch nach. Schließlich steht nicht mehr das Lernen fürs Leben, sondern das Lernen für eine bestimmte Note im Vordergrund. Das führt zu einem immensen Leistungsdruck, denn die Schüler stehen in einem wahren Konkurrenzkampf zueinander. Das bange Warten auf die Rückgabe von Arbeiten und Tests ist für manche Schüler eine ziemliche Belastung. Besonders, wenn sie eine schlechte Note erwarten.

Wie können Schulen es besser machen?

Viele private, aber auch manche staatliche Schulen haben eigene Bewertungssysteme entwickelt, welche die individuellen Leistungen der Schüler in den Vordergrund rücken. Anhand dieser werden die Entwicklung der Schüler in den verschiedenen Fächern, sein Wissensstand und seine Fähigkeiten sowie Interessen um einiges besser dargestellt. Und die Kinder können mit dem Feedback viel mehr anfangen. Nötig hierfür ist, dass sich Schulen vom System des Vergleichens und des Wettstreits abwenden. Denn einfach die Noten abzuschaffen, ist auch keine Lösung, denn Schüler und Eltern wollen ja wissen, auf welchem Level sich die Leistungen befinden.

Mögliche Alternativen sind zum Beispiel Raster, in denen Kompetenzen und Ziele beschrieben werden. Wenn diese erreicht wurden, gibt es einen Smiley. Hierdurch können sich schon junge Kinder sehr gut selbst einschätzen. Weitere Lösungen sind Portfolios, Lerntagebücher, Beobachtungsbögen oder Lernentwicklungsberichte. Diese Ergebnisse können dann in Gesprächen mit Schülern und Eltern ausgewertet werden.

Ohne Noten die Fremdsprache verbessern

In den Ferien können Kinder zwischen sechs und dreizehn Jahren ganz ohne Notendruck und auf lebhafte, interessante Weise ihre Sprachkenntnisse in Englisch, Spanisch und Französisch anwenden, vertiefen und verbessern. Möglich ist das in unseren Sprachcamps, wo die Kinder den ganzen Tag in der Fremdsprache sprechen können ohne den Druck alles richtig machen zu müssen.

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Sprachcamps 4.5 von 5 Sterne basierend aus 764 Bewertungen und 764 Meinungen.