Englisch lernen an Stationen

Aufgaben in der Schule werden meistens vom Lehrer vorgegeben. Alle Schüler müssen dann die gleichen Arbeitsblätter ausfüllen, Texte schreiben oder Bücher lesen. Wenn die Kinder Glück haben ist auch mal ein Thema dabei, was sie wirklich interessiert. Hin und wieder haben sie vielleicht sogar noch die Möglichkeit die Wahl eines Unterrichtsthemas selbst zu bestimmen. Aber damit hat es sich dann auch schon mit der Partizipation, also der Mitbestimmung von Seiten der Kinder. 

Eine gute Alternative, bei der die Kinder bis zu einem gewissen Grad entscheiden können, was sie lernen wollen oder welche Aufgaben sie gerne lösen würden, bietet das Lernen an Stationen, auch Lernzirkel oder -theke genannt. Dort stellt der Lehrer verschiedene Aufgaben zur Auswahl und die Kinder müssen eine bestimmte Anzahl gegebenenfalls mit bestimmten Schwierigkeitsstufen lösen. Diese Methode wurde auch im letzten Sprachcamp Englisch in den Osterferien durchgeführt.

Wie läuft das konkret ab?

Es waren insgesamt rund 15 Kinder vom Anfänger bis zum fortgeschrittenen Schüler. Damit der Unterrichtsraum nicht zu überfüllt war, kamen die Kinder in kleinen Gruppen, jeweils im Abstand von einer Stunde.

Die Themen der Arbeitsblätter und Übungsaufgaben stellten die Sprachdozenten aus verschiedenen Schwerpunkten zusammen. So waren Aufgabenstellungen zu Ländern, Haustieren, Wetter, Festen und weiteren vertreten. Außerdem gab es Knobelaufgaben, bei denen Wörter gefunden werden mussten, die nicht passten, Lückentexte oder Buchstabensalate entwirrt und Logikrätsel geknackt werden. 

Diese Aufgaben hatten alle unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die durch einen, zwei oder drei Sterne gekennzeichnet waren. Je nach Sprachlevel sollten die Kinder fünf, zehn oder fünfzehn Sterne erreichen. Wie sie das taten, war ihnen überlassen. Auch die älteren hätten sich die leichten Aufgaben nehmen können, hätten dann aber dementsprechend lange gebraucht. Die Zeit war nicht beschränkt, denn das Ziel war es, bei der jeweiligen Anzahl an Sternen anzukommen. So schritten die Kinder zudem noch in ihrem individuellen Arbeitstempo voran. Also wurde keines gehetzt, weil es zu schnell arbeiten und keines langweilte sich, weil es auf die anderen warten musste.

Was hielten die Kinder davon?

Trotz der Spiele und praktischen Aufgaben, die in den Englischunterricht eingebaut waren, war für viele Kinder das Lernen an Stationen mit das Beste am Unterricht.
Hier sind nun einige Eindrücke der Kinder, was sie von dieser Lernmethode hielten:

„Ich fand gut, dass es so viele verschiedene Zettel gab. Welche waren zu schwer. Die hab ich dann nicht gemacht.“ (Erik, 9)

„Das war cool! Wär' gut, wenn wir uns [die Arbeitsblätter] auch in der Schule aussuchen könnten.“ (Leon, 11)

Ich fand gut, „dass wir so viel Zeit hatten. Das ging voll schnell vorbei. Das hat viel mehr Spaß gemacht, als in der Schule. Besonders gut fand ich das Lernen mit Musik.“ (Patricia, 10)

„Weil wir zusammen arbeiten durften. Da konnten wir uns dann helfen, wenn einer von uns nicht weiter wusste.“ (Larissa, 11)

Nicht nur das Lernen an Stationen erwartet die Kinder auf unseren Sprachreisen. Was wir noch alles vorbereitet haben, können sie in den Sommerferien gleich mal herausfinden. Und viel Spaß haben sie auf jeden Fall dabei!

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